Fisting

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Fisting, auch Fist Fucking oder deutsch Faustfick ist eine Praktik, bei der der aktive Partner (Fister) seine Hand in den Anus oder die Vagina des Passiven (Fistee) einführt.

Die Faust ist dabei meist das letzte Stadium. Begonnen wird normalerweise mit zwei oder drei Fingern der ausgestreckten Hand, mit denen der Schliessmuskel des Passiven langsam gedehnt wird. Wenn der Fistee dann ausreichend entspannt ist, kann die ganze Hand gestreckt eingeführt werden. Herausforderung ist dabei sicherlich der breiteste Bereich der Knöchel. Danach ist es Sache der Übung des Fistees, was alles geht: vom Ballen der Hand zur Faust, Drehen, Ausstrecken der Finger bis zum Eindringen über den zweiten Muskelring und bis zum Ellbogen. Bei sehr geübten Fistees können sogar zwei Hände eingeführt werden.

Inhaltsverzeichnis

Motivation

Anale Stimmulation kann bei Männern und Frauen starke Erregung auslösen. Einerseits durch die Rein-Raus-Bewegung entlang des Schliessmuskels und dessen Dehnung, zum anderen bei Männern durch die Massage der Prostata von innen. Manche Menschen können allein durch anale Stimulation zum Orgasmus kommen.

Fisting hat häufig auch eine mentale Komponente, zum Beispiel das Gefühl, das der Fister sozusagen den Körper des Fistees "in der Hand hat". Wenn die Hand eingeführt ist, kann der Fistee sich dem nicht von alleine entziehen. Es kann auch ein Gefühl des Ausgeliefertseins bzw. der unmittelbaren Kontrolle entstehen.

Ausführung

Die wichtigste Vorraussetzung ist Zeit. Fisting-Aktionen lassen sich nicht als Quickie durchführen.

Voraussetzungen zum fisten sind neben recht kurz geschnittenen Fingernägeln (Verletzungsgefahr in Darm oder Vagina) grössere Mengen Gleitmittel. Normalerweise werden auch Untersuchungshandschuhe verwendet.

Generell gilt: Langsam, viel Gleitmittel, noch langsamer, noch mehr Gleitmittel. Nichts erzwingen. Fisten gegen den Widerstand eines nicht entspannten Partners ist nicht möglich bzw. führt fast sicher zu medizinischen Problemen.

Als Gleitmittel wird in der schwulen Szene immer noch Crisco verwendet, eigentlich ein Bratfett und damit nicht latexverträglich. J-Lube, ein Pulver, das mit Wasser vermischt eine sehr stark gleitfähige und "klebrige" Masse ergibt, ist ebenfalls verbreitet. Andere Gleitmittel können natürlich auch verwendet werden.

Fisting ist im schwulen SM relativ häufig. Hier wird der Muskelentspannung offenbar häufig mit Poppers nachgeholfen.

Sicherheit

  • Bei Schmerzen oder Blut ist Vorsicht angesagt. Risse im Schliessmuskel können zu schweren medizinischen Problemen führen.
  • Handschuhe sollten eng anliegen, damit sie keine Falten werfen, in denen sich Gewebe verklemmen könnte.

Weblinks

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