Hogtie
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- Für das gleichnamige Bondage-Magazin siehe Hogtie (Magazin)
Der Hogtie (Englisch wörtlich "Schweinefesselung") ist eine Standardfesselung beim Bondage. Dabei werden die Arme und Beine des Bottoms jeweils zusammengebunden und dann hinter dem Rücken zusammengezogen, im Extremfall so weit, dass sich Finger- und Zehenspitzen berühren. Das Gegenstück beim Japan-Bondage wird Gyakuebi genannt. Einen gängigen deutschen Begriff gibt es für diese Stellung nicht.
Es gibt zahlreiche Varianten des Hogtie. Bei einigen werden die Seile von den Knöcheln nicht zu den Handgelenken, sondern zu den Schultern gezogen, um die Handgelenke zu entlasten.
Der Hogtie gehört zu den körperlich anstrengendsten Techniken beim Bondage überhaupt und ist bei strenger Ausführung eine beliebte Form des Schmerzbondage. Es ist von Bottom zu Bottom sehr unterschiedlich, wie lang ein Hogtie ertragen werden kann. Bottoms mit Bandscheiben- oder Rückenproblemen sollten sich ihm nur mit größter Vorsicht nähern.
Besonders in den USA gehört der Hogtie zu der Lieblingsmotiven auf Bondage-Fotos.
[Bearbeiten] Military Hogtie
Bei dem Military Hogtie wird ein Seil von den Füßen auch vorne um den Hals geführt. Eine SM-typische Variante bezieht stattdessen ein Halsband des Bottoms in die Fesselung ein.
Diese Variante gilt wegen des Drucks auf die Halsvorderseite als gefährlich und wird von einigen Sadomasochisten abgelehnt. Siehe dazu die allgemeine Diskussion unter Atemreduktion.
[Bearbeiten] Todesfälle beim Hogtie
Der US-Bondager Jay Wiseman hat in seinem Buch Erotic Bondage Handbook die medizinische Literatur zu Todesfällen im Zusammenhang mit Hogties systematisch untersucht und dabei nicht nur Hogties beim SM, sondern auch beim Kampfsport und die Anwendung durch Sicherheitskräfte berücksichtigt. Er ist zu dem Schluss gekommen, dass plötzliche Todesfälle fast nur bei Polizeieinsätzen vorkommen, bei denen der Gefesselte auch unter Drogen oder Alkohol stand. Todesfälle bei einer längeren Fesselung gehen demnach auf die Behinderung der Atmung zurück, die unter anderem durch das Liegen auf dem Bauch in einer eingeschnürten Stellung vorliegt. Dies sei insbesondere dann gefährlich, wenn der Bottom auf einer weichen Unterlage liegt und sich nicht auf die Seite drehen kann.
Wiseman kommt zu dem Schluss, dass bei fürsorglichen, aufmerksamen Top der Hogtie zwar mit einem Risiko behaftet ist, aber im SM-Bereich nicht zu den extrem riskanten Techniken gezählt werden.
