Ring der O

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"Ring der O", wie er in Deutschland verkauft wird
"Ring der O", wie er in Deutschland verkauft wird

Der Ring der O ist ein Schmuckstück, das zuerst von Pauline Réage in ihrem Klassiker „Geschichte der O“ beschrieben wurde. BDSMler haben einen völlig anders aussehenden Ring danach benannt und ein Erkennungszeichen daraus gemacht, das je nach Seite, auf der dieser Ring getragen wird, zu erkennen geben soll, ob der Träger / die Trägerin Top oder Bottom ist.

Über die Zuordnung der Trageseite zu den Seiten, die der Ring der O im Spiel symbolisiert, entbrennt immer wieder Streit. Im Buch trägt die O den Ring an der linken Hand, was so verstanden wurde, dass jeder, der den Ring der O an der linken Hand trägt, sich als Bottom zu erkennen gibt. Der Top trägt den Ring demnach rechts. In der aktuellen (deutschen) Szene ist jedoch genau die umgekehrte Zuordnung verbreitet, was vermutlich auf den Links-Rechts-Code der Old Guard zurückgeht. Eine relativ neue Entwicklung ist, dass Switches den Ring an einer Halskette tragen.

Da der bekannte Ring mit Ring eine Weile auch in Läden wie H&M verkauft wurde, ist nicht einmal sicher, dass jeder Träger auch ein BDSMer ist. Insofern erfüllt er seine Funktion als Erkennungszeichen nur mangelhaft.

[Bearbeiten] Aussehen des Rings der O

"Ring der O" nach der Beschreibung im Buch
"Ring der O" nach der Beschreibung im Buch

Zitat aus "Geschichte der O", ISBN 3-7766-0747-5, S. 74:

"... Der Mann hielt ihr nun eine kleine Holzkette hin und bat sie, daraus einen Ring zu wählen, der an ihren linken Ringfinger (Hervorhebung durch mich) passte. Es waren sonderbare Eisenringe, innen mit Gold gerandet; der breite, schwere Reif, ähnlich der Fassung eines Siegelrings, aber hochgewölbt, trug in Nielloarbeit ein goldenes Rad mit drei Speichen, die spiralenförmig gebogen waren, wie beim Sonnenrad der Kelten. "

Diese Beschreibung wurde offensichtlich meist missverstanden. Guido Crepax hat in seiner Comicversion von "Die Geschichte der O" aus den Spiralen jeweils eine Doppelhelix gemacht.

In der Filmversion von Just Jaecklin von 1975 trägt O den Ring am linken Zeigefinger, später Sir Stephen am linken kleinen Finger.

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