Seiu Ito

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Seiu Ito (1882-1961) war ein früher japanischer Bondage-Fotograf und -Künstler.

Itos Interesse am Sadomasochismus wurde im Alter von neun oder zehn Jahren von seiner Mutter geweckt, die ihm Geschichten über entführte Prinzessinnen erzählte. Seine Arbeiten waren stark von der Holzschnitt-Kunst des Edo-Zeitalters (1600-1868) beeinflusst, und als traditioneller Künstler war er für seine Folterszenen (semega) angesehen. Im Jahr 1919 machte er seine ersten Fotos von "bestraften Frauen". Die US-Bondagerin Midori hat dies als Beginn der modernen Ära des Japan-Bondage bezeichnet.

In den 20er Jahren erschienen in Japan einige Bondage-Magazine mit Itos Werken. Hinter den Magazinen soll er selbst gestanden haben.

Itos Markenzeichen waren die zerzausten Haare seiner Models, deren Ausdruck als "wehmütiges Leiden" und "erregte Beschämung" beschrieben wird. Bis heute ist dies ein Kennzeichen des Japan-Bondage im Vergleich zu westlichen Darstellungen.

[Bearbeiten] Literatur

  • Midori: The Seductive Art of Japanese Bondage, Greenery Press (2001). ISBN 1890159387 Enthält eine Einführung über die Geschichte von Japan-Bondage, die relativ ausführlich auf Ito eingeht.
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